wer
Alexander Kaimbacher – Tenor
Eva Hartl – Konzept & Klavier
Matthias Krampe – Klavier
Schauspiel-StudentInnen der
Bruckneruniversität Linz
was
Humorvolle Texte von Anton Kuh, Alfred Polgar, Franz Werfel, Heinrich Böll, u.a.,
wann und wo
MI, 12. Februar 2025
Reformierte Stadtkirche
Dorotheergasse 16, 1010 Wien
Beginn 19:30 Uhr
Kartenpreise |
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Tickets im Vorverkauf unter oeticket.com Kartenpreis: 25,- €, ermäßigt 15,- €
Kinder & KulturpassinhaberInnen: Eintritt frei
Abendkassa 1 Stunde vor Veranstaltungsbeginn |
Humorvolle Texte von Anton Kuh, Alfred Polgar, Franz Werfel, Heinrich
Böll, u.a., werden als kleine Melodramen in Musik gesetzt. Nicht nur bei Flüster-
witzen aus dem KZ Theresienstadt – von Häftlingen hinter vorgehaltener Hand
erzählt – mag aber das Lachen im Halse steckenbleiben, wenn die Mächtigen ironisiert werden. Mal kommt in den Liedern die Ambivalenz zwischen Humor und Musik besonders zur Geltung, mal verschmilzt das Humoristische ideal mit den Klangvorstellungen der Komponisten. Bei den Liedern von Herwig Reiter nach Peter Turrini vermischt sich das großartige, unerklärliche Phänomen der
Liebe mit dem banalen Boden gelebter Realität, die – im Namen der Liebe verklärt – die seltsamsten Blüten hervorbringt.
„Humor in Texten und Tönen“ serviert Ihnen eine einzigartige Melange aus humorvollen Gedichten von Franz Werfel, Erich Kästner und Christian Morgenstern, garniert mit heiteren Kurzmelodramen, wo
Sie erfahren, wie es klingt, wenn Blumen zu ihrem Schöpfer sprechen oder der oberösterreichische Schriftsteller Alois Brandstätter einen Teil der Schöpfungsgeschichte in eine Art Rap
verpackt.
Eine Prise Lachen, das im Hals stecken bleibt, verbirgt sich in den sogenannten Flüsterwitzen, die von Menschen unter Lebensgefahr hinter vorgehaltener Hand erzählt wurden – ein Ventil für
Unterdrückung und Willkür während der NS-
Herrschaft. Auch im Zwischenmenschlichen kommt der Humor nicht zu
kurz. In dem Liedzyklus „Im Namen der Liebe“, dem sich der Schriftsteller Peter Turrini und der Komponist Herwig Reiter gewidmet haben, vermischt sich das großartige und unerklärliche Phänomen
der Liebe mit dem harten Boden
gelebter Realität. Beendet wird der Abend durch einige sprachspielerische
„Galgenlieder“ von Christian Morgenstern, in der Vertonung von Gottfried A. Keller.
Mit herzlichen Grüßen hoffe ich einmal mehr auf Ihre Neugier auf diese ganz besondere Mischung bekannter und weniger bekannter Namen der Dichtkunst und der Musik, immer aber – unverzichtbar in
Zeiten wie diesen! – im Zeichen eines unverwüstlichen Humors.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr Matthias Krampe